Unwirkliche Wirklichkeit

Samstag, 15. August 2015 – Bei unseren Gesprächen erfahren wir eine gute Neuigkeit: Laut der offiziellen Statistik und den Aufzeichnungen des medizinischen Koordiationsbüros der evangelischen Kirchen sowie den Beobachtungen der Ärzte, mit denen wir sprechen, gehen die Fälle von Vergewaltigungen und sexuellen Misshandlungen an Frauen zurück. Wobei es weiterhin eine Dunkelziffer gibt, die wir nie erfahren werden.

Gründe für diese Entwicklung sind zum einen die gesetzliche Nachverfolgung der Täter. Mittlerweile sitzen einige der Vergewaltiger in den Gefängnissen des Landes. Zum anderen gibt es von der Munusco und der kongolesischen Regierung seit einiger Zeit groß angelegte Demobilisierungskampagnen und Integrationsprogramme für die Milizen.

Die Freude über die positive Nachricht währt aber nicht lange. Während die Gewalt gegen Frauen und die Anzahl der Milizen abzunehmen scheinen, gibt es aufgrund von Irrglauben an mehr Stärke und Kraft vermehrt Vergewaltigungen von Säuglingen und Kindern unter fünf Jahren.

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Kategorien: Kongo Projektreise | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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