Das Mental Health Projekt

Einen Tag lang bekam ich Einblick in das vom DIFÄM und von meinem dualen Partner, der Lechler Stiftung unterstützen Projekt „Mental Health“. Der malawische Staat bezuschusst Projekte im Bereich psychischer Erkrankungen kaum. Umso wichtiger sind natürlich Spendengelder. Ca. 30 traditionelle Heilerinnen und Heiler aus der Umgebung folgten am Vormittag der Einladung ins Nkhoma Hospital und lernten das „Mental Health Project“ kennen. Mir wurde das Gesprochene freundlicherweise von Chichewa auf Englisch übersetzt. Paul, der Leiter dieses Projektes, stellte das Programm vor und begann mit einer Vorstellungsrunde. Einige Heilerinnen tragen den Namen Maria, unter anderem diejenige, dich ich bereits in meinem ersten Monat nahe Nkhoma besuchte. Das hängt zum einen mit dem biblischen Namen und der spirituellen Verbindung zusammen, aber auch damit, dass Schüler häufig den Namen ihres Lehrers annehmen. Paul fragte nach Krankheiten die traditionell behandelt (z.B. Schmerzen, Astma) und nicht behandelt werden (z.B. HIV, Krebs). Zudem klärte er über Gründe auf, die psychische Erkrankungen verursachen. Dazu zählen neben der legalen Droge Alkohol und der illegalen Cannabis auch einprägsame Ereignisse wie der Verlust seiner Eltern. Die traditionellen Heilerinnen und Heiler schienen dankbar über dieses Projekt und werden in Zukunft Patienten mit psychischen Erkrankungen zum Nkhoma Hospital senden. Für einen regelmäßigen Austausch und zur Beobachtung der Anzahl und Entwicklung von psychisch erkrankten Patienten soll zukünftig monatlich ein Treffen stattfinden. Der nächste Termin fällt auf den 27. Juli, bei dem ich hoffentlich wieder dabei sein werde.

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Am Nachmittag fuhr ich mit Chimwemwe und weiteren Mitarbeitern des Nkhoma Krankenhauses und des Mental Health Projekts nach Chimwayi, das nicht weit entfernt von Nkhoma liegt. Dort fand das erste Treffen einer Selbsthilfegruppe statt, zu dem zehn Männer erschienen. Nach einem anfänglichen Gebet und einer kurzen Vorstellung aller Anwesenden, klärte die Leitung über die Substanzen Alkohol und Cannabis auf, da diese die Männer in die Abhängigkeit brachten. Es wurden Gründe, Gefahren und mögliche körperliche und psychische Entwicklungen von Alkohol- und in kleinen Teilen auch von Cannabiskonsum besprochen aber auch persönliche Erfahrungen ausgetauscht. Vor allem das günstige, in den Dörfern aus Mais gebraute „local beer“ namens Kachasu beherbergt mit einem prozentualen Alkoholanteil von 50 das größte Problempotenzial. Um herauszufinden wie viel Alkohol wöchentlich höchstens konsumiert werden sollte wird folgendermaßen vorgegangen: (Anzahl der Milliliter multipliziert mit dem prozentualen Alkoholgehalt) geteilt durch 1000. Setzt man die Werte für das Bier Karlsberg ein (330ml; 4,7%), das in Malawi gebraut wird aber nicht mit dem „local beer“ verwechselt werden sollte, erhält man 1,6 Units. Männer sollten höchstens 21 (entsprechen ca. 13 Karlsberg), Frauen 16 Units (entsprechen 10 Karlsberg) wöchentlich an Alkohol zu sich nehmen. Demnach wird der Selbsthilfegruppe zu einem verantwortungsvollen Konsumverhalten und zu keinem zwingenden Konsumstop geraten. Acht insgesamt, aber nur vier von den Anwesenden, machten erfolgreich eine Therapie in Mzuzu von der Dauer eines Monats. Das DIFÄM und die Lechler Stiftung finanzierten diese beispielsweise. Die zwei Männer mit denen ich sprach, trinken seitdem keinen einzigen Schluck mehr Alkohol und sagen selbst, ihr Leben nun in den Griff bekommen zu haben. Ein regelmäßiges Treffen soll nun alle zwei Wochen stattfinden, an denen ich sehr gerne teilnehmen und die Entwicklung beobachten möchte.

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Der zweite Monat: im Norden Malawis, traditionelle Tänze, PB+J

Ein verlängertes Wochenende, das sieben Tage an der Zahl umfasste, verbrachte ich mit Patricia, Susan und ihrem dreijährigen Sohn im Norden Malawis. Während Susan Freunde in Mzuzu besuchte, kamen Patricia und ich nach einigen Stunden abenteuerlichen Fahrt im Minibus in Nkhata Bay an. In der Mayoka Village, die aus mehreren Lodges direkt am Malawisee besteht, ließen wir es uns gut gehen. Wir lasen, schwammen, schnorchelten, stehpaddelten, fuhren bei Sonnenuntergang Kanu, schlugen uns die Bäuche mit Köstlichkeiten voll und gingen auf den Markt. Nach drei Tagen besuchten Susan und ich Freunden von ihr in Kazungu bzw. in dem kleine Dorf Kapaizi, das seit kurzem Elektrizität hat. Dort schliefen wir in einer etwas besseren Hütte, die aber keine gewohnte Dusche und Toilette besitzt. Wir duschten indem wir uns mit einem Gemisch aus gekochtem und kaltem Wasser übergossen und die Toilette bestand aus einem Loch in einer kleinen Hütte im Garten. Für mich war es in einer positiven Weise sehr erfahrungsbringend in den aus westlicher Sicht ärmlichen Verhältnisse zu leben.

Christopher, einer seiner Freunde, Patricia und ich besuchten das Denkmal des ersten Präsidenten Kamuzu Banda, der auch aus der Nähe Kazungus stammt und erfuhren von seiner Geschichte. Er trug wesentlich zur Unabhängigkeit Malawis bei, starb 1997 in Südafrika und was ich sehr oft erwähne: er war wie ich Vegetarier und damit der einzige, den ich bislang in Malawi kennen lernte. Im Anschluss sahen wir uns traditionelle Tänze zu Trommelmusik in Lilongwe an. Die Gruppe zeigte dabei Tänze wie Beni, Masewe und Kalumbwana aus verschiedenen Regionen Malawis. Da auch ich sehr gerne tanze, organisierte ich einen der Tänzer und Trommler aus der Gruppe, die nach Nkhoma kamen und einigen Studenten und mir diese Tänze im Rahmen einer Tanzstunde beibrachten. Es war zwar anstrengend aber machte auch unglaublich viel Spaß. Es gilt zu beachten, dass nicht alle Tänze mit dem Christentum vereinbar sind und diese deshalb nicht in Nkhoma aufgeführt werden dürfen. Deshalb sicherte ich mich mit den oben genannten Tänzen im Voraus ab.

Einen Vormittag durfte ich mit der NPO/ NGO Peanut butter and Jesus, kurz PB+J verbringen und ihre Arbeit kenne lernen. Während der Fahrt mit neun Malawiern konnte ich als einzige Mzungu die malawische Landschaft bestaunen und den verdutzt dreinschauenden Malawiern von der Ladefläche des Pick Up aus zuwinken. Am Health Center in Chimbalanga angekommen verteilten wir die Aufgaben. Ich half beim Erfassen des Gewichtes und der Größe von Kleinkindern während andere den Armumfang maßen. Glückicherweise war nur eines der Kinder unterernährt, was eine positive und erfreuliche Entwicklung als Resultat der Arbeit von PB+J darstellt. Dieses Kind aber auch weitere schmächtige Babys wurden vor Ort mit Erdnussbutter, die in Nkhoma von PB+J produziert wird, von ihrer Mutter gefüttert. Anschließend besuchten wir zwei Primary Schools, für die PB+J ein Fußballturnier organisiert. Als ich mein Smartphone rausholte um Bilder zu schießen, kamen die Schüler in verratzten Schuluniformen und löchrigen Klamotten angestürmt und winkten begeistert in die Selfiekamera, in der sie sich selbst sehen konnten. Natürlich bekam ich auch ein schlechtes Gewissen. Mit solcher Armut haben wir in Deutschland nicht zu kämpfen und deshalb sollten wir uns immer vor Augen führen, wie gut es uns doch eigentlich geht.

Mein Vorhaben, etwas typisch Deutsches zu kochen, setzte ich in die Tat um. Nachdem ich schon für Esther und ihre Familie Milchreis machte, bereitete ich diesmal für Christopher und seine Familie mit den hier erhältlichen Zutaten Kässpätzle zu. Ich freue mich ihnen dadurch meine Kultur näher bringen zu können und darüber, dass meine Kochkünste bislang auf positive Resonanz stießen.

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Der erste Monat: Malawisee, Besuch einer spirituelle Heilerin und Wanderungen

Nun bin ich schon fast einen Monat in Malawi und habe bereits einige Erlebnisse und Erfahrungen sammeln dürfen. Das erste Wochenende verbrachte ich mit Maria und Patricia am Malawisee in Mangochi. Der Weg dorthin war abenteuerlich. Wir mieteten ein Auto mit dem wir auf der linken Seite fuhren und die unebensten Straßen passierten, die ich bislang gesehen hatte. Wir durchfuhren, für uns, einfache und ärmliche Dörfer, überquerten Berge und konnten die Landschaft des wunderschöne Malawis kennen lernen. In der gemütlichen Lodge starteten wir mit Yoga in den Tag, schwammen, lasen, und konnten so richtig entspannen.

Eines Tages besuchten wir eine traditionelle, spirituelle Heilerin in einem kleinen Dorf nahe des Nkhoma Krankenhauses und erfuhr von ihren Heilmethoden. Eine Stimme, laut ihr handelt es sich dabei eindeutig um Jesus, übermittelt ihr welche 20170517_173111Pflanzen sie sammeln und in welcher Form und Kombination sie diese ihren Patienten verabreichen soll. Die Ärzte des Nkhoma Hospitals halten von ihrem Vorgehen recht wenig, weil viele Malawier bei Beschwerden zuerst die Heilerin aufsuchen und sich oft viel zu spät von einem ausgebildeten Arzt untersuchen und behandeln lassen.

Jeden Mittwoch und Sonntag findet in Nkhoma ein auf Englisch und/ oder Chichewa gehaltener Gottesdienst statt, an dem nahezu das gesamte Krankenhauspersonal teilnimmt. Dabei werden enthusiastische Predigen gehalten, viel gesungen und getanzt. Traditionelle Tänze wurden auch auf einer abendlichen Veranstaltung in Blantyre von Gefängnisinsassen im Rahmen eines Rehabilitationsprogrammes aufgeführt und von Trommelmusik begleitet. Sie zeigten dabei Tanzstiele aus den verschiedenen in Malawi lebenden ethnischen Gruppen und brachten auch uns Mzungus („Weiße“ auf Chichewa) zum Mitmachen.

Am Tag darauf starteten wir unsere Wanderung auf den Mulanje, der mit einer Höhe von 3100 m den höchsten Berg Malawis bildet. Der Weg zu dessen Spitze war anstrengend und kräftezehrend aber hat sich für die atemberaubende Aussicht mehr als gelohnt. Davon angetrieben, wanderte ich letztes Wochenende mit einer anderen Gruppe auf den wesentlich kleineren Nkhoma Mountain, übernachtete dort und bestaunte am nächsten Morgen den Sonnenaufgang.

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Mount Mulanje

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Nkhoma Mountain

Sonntagabend wurde ich von meinem Arbeitskollegen Christopher zu sich und seiner Familie eingeladen und lernte typische malawische Gerichte zu kochen. Dazu zählt das aus Maismehl hergestellte Leibgericht fast aller Malawier Nsima, der Fisch Chambo aus dem Malawi See und Gemüse wie Okra und Kürbisblätter. Wir aßen wie hier üblich mit den Händen und saßen auf dem Boden. Auch ich möchte ihnen als Gegenzug schon bald einen Einblick in die deutsche Küche gewähren.

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Die Arbeit an der Tankstelle geht langsam voran, da wir auf Rückmeldungen und grünes Licht von der Verwaltungsleitung angewiesen sind. Wir werteten bereits die von unseren Kunden beantworteten Feedbackbögen aus und konnten einige Verbesserungsmaßnahmen theoretisch verfassen aber leider praktisch noch nicht umsetzen. Zudem wurde eine Ölbestellung nicht rechtzeitig aufgegeben, sodass wir heute zum zweiten Tag kein Benzin verkaufen konnten und warten noch immer auf einen Generator, der uns einen Verkauf bei während den hier häufig vorkommenden Stromausfällen ermöglicht. Trotz alledem kann ich hier relativ frei hantieren und habe Freude an der Zusammenarbeit mit dem Personal des Nkhoma Hospitals und vor allem mit dem der Tankstelle.

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Meine Arbeit in Nkhoma

Am 8. Mai hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Als Studentin des Studienganges Dienstleistungsmanagement für Non-Profit-Organisationen an der DHBW werde ich in dem halben Jahr meines Aufenthaltes in der Verwaltung des Nkhoma Krankenhauses tätig sein. Pünktlich um 8 Uhr fand ich mich also vor dem Büro der Verwaltungsleitung Brenda vor, die allerdings, wie ich nach einer halben Stunde erfuhr, heute nicht zur Arbeit kommen wird. Willkommen in Malawi und damit tschüss zur deutschen strukturierten Arbeitswelt und Pünktlichkeit. Dr. Morton erzählte mir im weiteren Verlauf des Tages von dem Nkhoma Hospital und den vier Bereichen, über die es neben den geringen Einnahmen von Patienten für deren Behandlungen finanziert wird: dem Gästehaus, der Küche, dem Universitätsbereich sowie einer Tankstelle, die erst heute in Betrieb genommen wurde. In den nächsten Monaten soll ich die Tankstelle kennen lernen und mich und meine Kenntnisse verstärkt darin einbringen.
Nachdem der IT-Mitarbeiter James meinen Laptop eingerichtet hat, erstellte Christopher, der Supervisor der Tankstelle mit dem ich in nächster Zeit eng zusammen arbeiten werde, gemeinsam mit mir eine Excel-Tabelle, bei der ich mein EDV-Wissen einfließen lassen konnte. Christopher erklärte mir mit viel Geduld das genaue Vorgehen, da ich noch nie zuvor in einer Tankstelle gearbeitet geschweige denn eine dafür notwendige Tabelle erstellt habe. Der erste Arbeitstag war zwar ziemlich unstrukturiert und unkoordiniert doch trotz allem sind die Menschen hier sehr freundlich und nett. Insbesondere ihre Chitenjes, das sind bunten Tücher in allen möglichen Farben und Mustern die als Röcke und Kleider getragen oder zu Rucksäcken und Babytragetaschen umfunktioniert werden, haben es mir angetan. Nach der Arbeit machte ich einen Abstecher auf dem Markt und brachte einige Brocken der malawischen Sprache Chichewa zustande. Im Gästehaus gibt es die Möglichkeit für 1000 MK, das entspricht 1,23 €, unter der Woche ein gekochtes Abendessen zu bekommen und den Abend bei netten Gesprächen und Karten- oder Brettspielen gemeinsam ausklingen zu lassen.
Christopher und ich lernten uns in der ersten Woche näher kennen und mögen. Wir sprachen viel über kulturelle Unterschiede und seinen Wunsch, in Deutschland Marketing zu studieren. Wir entwickelten einige Marketingmaßnahmen und stellten diese sowie die Excel-Tabelle Brenda, die erst am Mittwoch kam, vor. Glücklicherweise war sie sehr begeistert und so machten wir uns an die Umsetzung unserer Konzepte.
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Aufbruch zu meinem Auslandssemester in Malawi

Am Sonntag den 7. Mai kam ich nach 14 Stunden inklusive Umstieg in Johannesburg endlich in Lilongwe, Malawi an. Dort werde ich bis November ein Auslandssemester machen und darf Projekte des DIFÄM kennen lernen. Vom Flughafen wurde ich von Esther, einer Krankenschwester des Nkhoma Hospitals abgeholt und zum Gästehaus gefahren, wo ich den ersten Monat wohnen werde.

Esther und ich am Flughafen in Lilongwe

Esther und ich am Flughafen in Lilongwe

Dort angekommen nahm mich Heather, die Guesthouse-Mama, in Empfang und führte mich durch das gemütliche und traditionell afrikanisch eingerichtete Gebäude, das von Bäumen und Sträuchern umringt ist. Hier fühlte ich mich von Anfang an wohl. Mein Zimmer teile ich mit drei Niederländerinnen, die eine Ausbildung zur Krankenschwester machen. Bei dem sonntäglichen Nachmittagstee lernte ich die weiteren Bewohner aus Kanada, England und Südafrika kennen. Vor allen Fenstern und über allen Betten sind zum Schutz vor Malaria Moskitonetze gespannt, sodass ich die erste Nacht trotz Surren beruhigt schlafen konnte.

Gästehaus

Das Gästehaus

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Das Nkhoma Hospital bekämpft ein Tabu

Auf dem Rückweg nach Nkhoma ließen wir die Studierenden in Lilongwe zurück. Sie brachen von dort aus zu einem Ausflug in die Berge auf. Am Abend waren Beate und ich zurück in unserem Gästehaus in Nkhoma und gingen früh schlafen, denn wir hatten einen sehr ausgefüllten Tag vor uns. Um 8.00 waren wir zu einem Besuch im College of Nursing and Midwifery angemeldet. Die stellvertretende Leiterin – eine sehr strenge und selbstbewusste junge Frau, die selbst diesen Beruf erlernt hatte – führte uns durch diese beeindruckende Schule, an der 350 Studierende ausgebildet werden. Besonders spannend fand ich die Lehrklinik, in der die Studentinnen und Studenten an lebensgroßen Puppen üben konnten. Einige Studentinnen, die gerade dabei waren, eine schwangere Frauenpuppe zu untersuchen, wurden von unserer Begleiterin zurecht gewiesen, weil sie weder den Unterleib der Frau zugedeckt noch die Vorhänge um das Bett zugezogen hatten, um ihr ein bisschen Privatsphäre zu gewähren. Die Krankenschwestern und –pfleger werden hier sehr praxisnah auf das vorbereitet, was in den Kliniken auf sie zukommt.

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Schwesternschülerinnen bei der Untersuchung einer schwangeren Puppe

Im Nkhoma Hospital trafen wir Dr. Morton, einen US-amerikanischen Arzt, der mehr als sein halbes Berufsleben in Afrika verbracht hat. Mit ihm sprachen wir über Patienten mit psychischen Erkrankungen. Er konnte uns berichten, dass die Zahl der Patienten mit psychischen Problemen im Nkhoma Hospital zurück geht, seit Paul Mekani, der Leiter des vom Difäm unterstützten Mental Health Projektes, und sein siebenköpfiges Team von speziell fortgebildeten Krankenschwestern und -pflegern auch in die Gesundheitszentren der umliegenden Dörfer gehen. sie klären dort über psychische Gesundheit auf und behandeln Patienten vor Ort. Während wir bei Dr. Morton waren, kam ein junger Mann mit seiner kleinen Schwester an. Beide sind Epileptiker und brauchen regelmäßig Medikamente. Sie waren frühmorgens zuhause aufgebrochen und fünf Stunden zu Fuß gegangen, um die für sie unverzichtbaren Medikamente bei Dr. Morton abzuholen. Die beiden hatten keine Schuhe an den Füßen und mussten in der Hitze auch wieder fünf Stunden zurück gehen.

Später berichteten uns Paul und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ihren Begegnungen mit psychisch kranken und belasteten Menschen in den Dörfern und bei Hausbesuchen aber auch von ganz praktischen Problemen, die ihre Arbeit manchmal mit sich bringt. Da war zum Beispiel einer der Krankenpfleger aus Nkhoma, der nicht mehr zur Arbeit kam. In der Klinik verbreitete sich das Gerücht, dass er Selbstmord begehen wollte, also gingen zwei von Paul Mitarbeitern zu ihm nach Hause. Sie redeten lange mit ihm und besuchten ihn immer wieder. Er bekam Medikamente und konnte seine Depression so nach einigen Monaten überwinden. Inzwischen arbeitet er wieder. Über psychische Probleme sprechen die Menschen in Malawi nicht offen. Das musste auch eine junge Frau erfahren, die mehrmals ins Krankenhaus kam und über Schmerzen klagte. Organisch war nichts festzustellen aber sie fühlte sich schlecht. Ein Krankenpfleger aus dem Mental Health Team hatte das Gefühl, es könnte eine psychische Belastung vorliegen und bat sie, ihn in ein kleines Büro zu begleiten. Dort erzählte ihm die Studentin, was sie bedrückte: An der Uni wurde das Gerücht verbreitet, sie sei HIV-positiv. Auch ein negativer HIV-Test konnte das Mobbing nicht beenden. Sie vertraute sich ihren Eltern an, die ihre Sorgen jedoch immer abtaten und sie aufforderten, sich nicht so anzustellen. Es wurde immer schlimmer und sie begann Medikamente zu sammeln, um sich umzubringen. Der Besuch in der Klinik war ein Hilferuf, der dort glücklicherweise richtig gedeutet wurde. Heute hat auch sie dank der Hilfe im Nkhoma Hospital ihre Depression überwunden.

Für Besuche in den lokalen Gesundheitszentren oder bei Patienten zuhause stehen den Mitarbeitenden zwei Motorräder zur Verfügung. Nicht alle haben jedoch einen Führerschein. Im Gespräch stellte sich heraus, dass es problematisch ist, wenn die weiblichen Mitarbeiterinnen sich hinten bei einem Mann aufs Motorrad setzen, mit dem sie nicht verheiratet sind. Die Männer waren außerdem der Meinung, dass die männlichen Mitarbeiter zwar den Führerschein machen könnten, Frauen aber nicht in der Lage seien, Motorradfahren zu lernen, da sie das mit dem Gleichgewicht nicht hinbekommen (?). Das erklärt wohl auch, warum man hier fast ausschließlich Männer Fahrradfahren sieht.

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Paul Mekani (oben rechts) und sein Team von speziell für psychische Erkrankungen geschulten Krankenpflegern und -schwestern

Am Nachmittag besuchten wir zusammen mit Paul und seinem Team eine Selbsthilfegruppe. Wir gingen zu einem großen Baum am Bach. Dort waschen einige junge Männer für ein paar Kwachas die Autos ihrer Kunden. Etwa 25-30 junge Männer zwischen 16 und etwa 30 Jahren hatten sich unter dem Baum versammelt. Sie hängen häufig hier rum, weil es Marihuana und Alkohol gibt. Wir hatten vier Männer mitgebracht, die ihre Alkohol- und Drogensucht durch einen Entzug in einer Klinik in Lilongwe überwunden haben. Einer nach dem anderen erzählten sie, wie es ihnen erging, als ihre Sucht sie immer tiefer ins Elend zog, sie ihren Job verloren, von Ängsten und Alpträumen geplagt wurden und auch körperlich immer mehr abbauten. Sie berichteten, wie ihnen im Nkhoma Hospital geholfen und schließlich der Therapieplatz in Lilongwe organisiert wurde. Zwei der Männer hatten wieder Arbeit gefunden und alle konnten berichten, dass es ihnen jetzt gut geht. Die anderen Männer hatten Softdrinks und Brötchen bekommen und hörten aufmerksam zu. Zum Schluss erklärte Paul ihnen, dass sie sich jederzeit an ihn und seine Mitarbeiter wenden könnten, wenn sie Unterstützung brauchten, um von der Sucht loszukommen. Das heutige Treffen war das vierte dieser Art. Die Treffen gehen immer von den Männern aus, die sich an Paul wenden, wenn sie sich mit ihm und seinen Mitarbeitern treffen wollen. Paul erzählte uns, dass Alkohol und Drogen eine Bedrohung für die Familien sei. Jugendliche tyrannisieren ihre Familien. Ein Junge schlägt seinen Vater, der sich hilfesuchend an Paul wandte, er kann jedoch nichts tun, solange der Junge nicht selbst bereit ist, gegen die Sucht anzukämpfen. Es gibt auch Frauen mit Alkoholproblemen, sie trinken aber eher zuhause und sind damit für das Team sehr schwer zu erreichen.

Nach diesem Tag voller Eindrücke mussten wir am Abend Koffer packen. Während Bernhard, Denisa, Pablo, Rebekka und Simona weitere drei Wochen Famulatur im Nkhoma Hospital vor sich hatten, war für Beate und mich die kurze, intensive und sehr eindrucksvolle Reise leider schon zu Ende. Die Erinnerung an fröhliche Kinder und freundliche, offene Erwachsene aber auch an die Probleme der Menschen dieses kleinen afrikanischen Landes werden uns nach Hause begleiten und in unserer täglichen Arbeit für Gesundheit in der einen Welt motivieren.2016_Malawi_Isabel Reusch (480).JPG

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Auf zu den Toiletten

Morgens holte uns Patrick in unserer Lodge ab. Heute sollten wir nach Malambo, einem kleinen Ort einige Kilometer westlich von Ntchisi fahren. In der Nacht hatte es wieder stark geregnet. Die Straßen – eigentlich eher Pisten – nach Malambo waren durch den Regen in deutlich schlechterem Zustand als bei unserem Ausflug nach Chintembwe aber Patrick brachte uns sicher ans Ziel.DSC_1524

Wir stiegen bei einer Kirche aus, in der die Mitglieder der Dorfkomitees, die das ASSET-Projekt hier mit Leben füllen, auf unseren Besuch und den Austausch mit Beate warteten. Mehr Informationen über den ASSET-Ansatz des Difäm gibt es hier.

Von der Schule neben der Kirche kamen immer mehr Kinder herüber. Anfangs standen sie in einiger Entfernung und beobachteten uns. Langsam kamen sie näher und als dann ein Mädchen einen kleinen Ball auspackte und zu uns herüberwarf, war der Bann gebrochen. Bevor wir schließlich zu den wartenden Dorfkomitees gingen, spielten wir alle eine Weile Ball mit den Kids.

In der Kirche berichteten uns die Komitees von ihrer Arbeit. Sie beschäftigen sich mit verschiedenen Themen, die für die Gemeinde wichtig sind, darunter Hygiene, Jugend oder Ernährung. Die Teammitglieder beraten gemeinsam, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um das Leben und die Gesundheit der Menschen im Dorf zu verbessern. Dass und wie dies funktioniert konnten wir in Malambo sehen: Die Menschen, die wir hier trafen, haben zum Beispiel erkannt, dass sie ihre Ernährung verbessern können, indem sie Obstbäume pflanzen, was gleichzeitig zur Erholung des Baumbestands beiträgt. Die Jugendlichen versuchen, gegen Perspektivlosigkeit und Flucht in den Alkohol vorzugehen, indem sie Freizeitangebote wie zum Beispiel Fußball für Jungen und Mädchen initiieren. Außerdem wurde die Verbesserung der hygienischen Bedingungen als besonders wichtig eingestuft. So wurde vor einiger Zeit beschlossen, dass jede Familie eine Toilette bekommen soll. Beate war heute hier, um Interviews mit den verschiedenen Gruppen durchzuführen und mehr über ihre Arbeit der vergangenen Monate zu erfahren, denn ausschlaggebend für die künftige Förderung des Projektes seitens des Difäm ist die aktive Mitarbeit der Dorfbewohner.

Zusammen mit Bernhard, Denisa, Pablo, Rebekka und Simona von StuDifäm sowie Esther machte ich mich auf den Weg ins Dorf, um die bereits gebauten Toiletten zu inspizieren. Mehrere Benefizaktionen von StuDifäm in Tübingen hatten dazu beigetragen, so genannte Ventilated Improved Pit Laterines (VIPs) zu finanzieren, das Interesse der Fünf an diesen Toiletten war daher besonders groß. Die Grube dieser Plumpsklos wird im Gegensatz zu sonst in Malawi üblichen Toiletten gemauert, auf das Loch kommt ein Deckel aus Zement. Die kleinen Häuschen haben eine Tür und ein Dach aus Wellblech sowie ein Ventilationsrohr, durch das Mücken und Gase aus der Klärgrube gelangen, die übrigens erst nach mehreren Jahren voll ist. Durch die Zementplatte und das kleine Häuschen können die Toiletten jetzt auch bei Regen benutzt werden, außerdem gibt es neben jeder Toilette eine Möglichkeit zum Händewaschen. Seit diese VIPs gebaut werden, ist die Zahl der Durchfallerkrankungen merklich zurückgegangen.

Noch haben nicht alle Familien in Malambo eine eigene Toilette. Die Studierenden haben sich aber vorgenommen, mit ihren nächsten StuDifäm-Benefizaktionen dafür sorgen, dass in Malawi bald weitere Toiletten gebaut werden können. Die Baumaterialien (Zement, Wellblech für Dach und Türe, Holz sowie das Belüftungsrohr) kosten rund 90 Euro. Die Arbeitskraft kommt aus der Gemeinde, die einen so genannten Sanitation Club gegründet hat, der auch gemeinsam einen Eigenanteil (30 Prozent der Gesamtkosten) anspart. Sobald der Sanitation Club wieder genügend Geld beisammen hat, stellt das Difäm über seine malawischen Partner die restlichen Mittel zur Verfügung und besorgt die Baumaterialien. Dann packen alle mit an, um die sanitären Anlagen für eine weitere Familie zu bauen. Wir durften die VIPs ausprobieren. Ein echter Fortschritt für die Menschen in diesem Dorf!

Nachdem wir Beate in der Kirche abgeholt hatten, besuchten wir noch eine Village Clinic und sprachen dort mit der Dorfkrankenschwester, die uns unter anderem berichtete, dass Malaria jetzt während der Regenzeit ein sehr großes Problem sei. Vor allem Kinder sollten möglichst schnell behandelt werden, da das Risiko sonst sehr groß ist, dass sie die Infektion nicht überleben.

Voller Eindrücke kamen wir am Abend in Ntchisi an. P1060676

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Ein Tag bei Krankenpfleger Matthias

Heute fuhren wir früh los nach Chintembwe. Dieser kleine Ort liegt in den Hügeln etwa 25 Kilometer östlich von Ntchisi. Die Straße war trotz der starken Regenfälle am Vorabend in relativ gutem Zustand, so dass wir zügig voran kamen und unser Ziel schon nach einer knappen Stunde erreicht war. Am Straßenrand blühen bunte Zinnien, auf den Feldern wachsen Mais, Süßkartoffeln, Erdnüsse und Kartoffeln, die hier „Irish“ genannt werden.

Das Dorfgesundheitszentrum in Chintembwe ist nach einer ausgiebigen Renovierung vor kurzem wieder eröffnet worden. Der Krankenpfleger und Geburtshelfer Matthias (der Ausbildungsberuf heißt hier Nurse Midwife Technician) führt uns durch das Zentrum. In einem überdachten Warteraum sitzen viele Frauen mit ihren kleinen Kindern im Schatten. P1060761Sie lauschen einem Mitarbeiter, der ihnen erklärt, wie sie ihre Kinder gesund und ausgewogen ernähren können. Nebenher verkauft er süße bunte Eistütchen, was ihm eine scharfe Bemerkung von Esther einbringt: „Ich habe ihm gesagt, er könne nicht auf der einen Seite von gesunder Ernährung reden und auf der anderen Seite dieses ungesunde Zeug verkaufen.“ Die Kinder werden gewogen und gemessen, nicht alle finden diese Prozedur gut.

Die Daten werden in einem Gesundheitsheft vermerkt, das jeder Mensch in Malawi besitzt und in dem jede Untersuchung festgehalten wird. So haben Pflegepersonal und Ärzte einen guten Überblick über bisherige Behandlungen und Vorerkrankungen. Sind die unter zweijährigen Kinder zu leicht und zu klein, bekommen sie Aufbaunahrung. Viele der Mütter stehen bei der Verteilung dieser vom World Food Programme der Vereinten Nationen zur Verfügung gestellten Nahrungsergänzung an.

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Ausgabe von Aufbaunahrung für unterernährte Kleinkinder

Sie bekommen zwei Kilo Super Cereal plus. Die Packung enthält ein Pulver aus Mais- und Sojamehl, Zucker, Trockenmilch und Sojaöl, Vitaminen und Mineralien, das mit Wasser zu einem Brei angerührt wird. Außerdem Erdnussmus mit Zucker und weiteren Zusätzen, das in Tagesrationen verpackt ist. Die Frauen können ihre Kinder mit dieser Nahrung zwei Wochen lang versorgen und müssen dann wieder kommen, damit die Kinder erneut gewogen und für die nächsten zwei Wochen versorgt werden.

Esther berichtet mir später von Kochgruppen, die derzeit im Einzugsbereich des Nkhoma Hospital initiiert werden. In diesen Gruppen können Frauen – und vereinzelt auch Männer – Rezepte austauschen, die dann gemeinsam zubereitet werden. Bei dieser Gelegenheit wird gesunde und ausgewogene Nahrung für Babys und Kleinkinder gekocht. Die Verteilung der Nahrungsergänzung, die wir auch schon im Krankenhaus in Ntchisi beobachtet hatten, weckte in mir das Gefühl, dass diese Maßnahme noch in 100 Jahren genauso durchgeführt werden kann, ohne irgendeinen langfristigen Effekt zu haben. Die Kochgruppen hingegen bringen die Chance auf gesunde Ernährung für die ganze Familie und bekämpfen Unter- oder Mangelernährung damit sehr wirksam. Die Kosten für die Familien sind überschaubar, da vor allem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten verwendet wird.

Im Gesundheitszentrum erzähle ich Matthias, dass es in Deutschland fast keine „männlichen Hebammen“ gibt. Er fragt erstaunt: „Dann wäre ich bei euch arbeitslos?“ „Nein, du hättest nur keine männlichen Kollegen.“ Er lacht, in Malawi gibt es viele Männer in diesem Beruf. Ich darf bei seinen Untersuchungen dabei sein. P1060820Eine junge Frau, die zum ersten Mal schwanger ist, ist mit ihrem Mann zur Vorsorge gekommen. „Wir bestehen darauf, dass die werdenden Väter mit zur Untersuchung kommen, denn sie treffen in unserer Kultur die Entscheidungen,“ sagt er mir. Um eine Frau von einer Entbindung im Gesundheitszentrum zu überzeugen, muss also vor allem ihr Mann davon überzeugt werden. Vor der Renovierung des Gesundheitszentrums waren die meisten Frauen aus der Umgebung zur Entbindung hierhergekommen. Seit der Wiedereröffnung steigen die Zahlen der hier gebärenden Frauen nur langsam wieder an. Viele gehen jetzt wieder zu traditionellen Hebammen. Die Kosten sind niedriger aber das Risiko bei Komplikationen auch schon während der Schwangerschaft ist um ein vielfaches höher als wenn Matthias die Geburt professionell begleitet und schon im Vorfeld wichtige Untersuchungen durchführen kann. Im Notfall steht hier sogar ein Krankewagen für den Transport nach Ntchisi zur Verfügung. Hier muss wieder viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

P1060840Mit Esther mache ich einen Spaziergang ins Dorf, sie möchte „Irish“ kaufen, denn die wachsen hier und sind daher viel billiger als in Nkhoma. Wir kommen an der Schule vorbei. Esther erzählt mir von ihrer großen Sorge, die sie um die Jugendlichen in Malawi hat. Die jungen Menschen haben schlechte Berufsaussichten, wenn sie die Schule abgeschlossen haben. Ihr ist es wichtig, vor allem mit ihnen zu arbeiten, damit Mädchen nicht so früh schwanger werden (die meisten werden schon mit 17 Mutter) und Jungen nicht zum Alkohol greifen und beide wissen, wie sie sich vor HIV-Infektionen schützen können.

P1060831Die Landschaft ist wunderschön, das Klima hier oben in den Hügeln angenehm und die Menschen sind sehr herzlich. Zum Abschluss meines Besuchs hat Matthias mir noch eine Stelle gezeigt, von der aus man in der Ferne den Lake Malawi sehen konnte. Dann mussten wir zurück nach Ntchisi. Für den nächsten Tag sind „dringende Geschäfte“ geplant.

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