Beiträge mit dem Schlagwort: Afrika

Der erster Monat

Nun bin ich schon fast einen Monat in Malawi und habe bereits einige Erlebnisse und Erfahrungen sammeln dürfen. Mit Freunden aus dem Gästehaus besuchte ich eine traditionelle, spirituelle Heilerin in einem kleinen Dorf nahe des Nkhoma Krankenhauses und erfuhr von ihren Heilmethoden. Eine Stimme, laut ihr handelt es sich dabei eindeutig um Jesus, übermittelt ihr welche Pflanzen sie sammeln und in welcher Form und Kombination sie diese ihren Patienten verabreichen soll. Die Ärzte des Nkhoma Hospitals halten von ihrem Vorgehen recht wenig, weil viele Malawier bei Beschwerden zuerst die Heilerin aufsuchen und sich oft viel zu spät von einem ausgebildeten Arzt untersuchen und behandeln lassen.

Maria, die malawische spirituelle Heilerin

Maria, die malawische, spirituelle Heilerin

Jeden Mittwoch und Sonntag findet in Nkhoma ein auf Englisch und/ oder Chichewa gehaltener Gottesdienst statt, an dem nahezu das gesamte Krankenhauspersonal teilnimmt. Dabei werden enthusiastische Predigen gehalten, viel gesungen und getanzt. Traditionelle Tänze wurden auch auf einer abendlichen Veranstaltung in Blantyre von Gefängnisinsassen im Rahmen eines Rehabilitationsprogrammes aufgeführt und von Trommelmusik begleitet. Sie zeigten dabei Tanzstiele aus den verschiedenen in Malawi lebenden ethnischen Gruppen und brachten auch uns Mzungus („Weiße“ auf Chichewa) zum Mitmachen.

Am Tag darauf starteten wir unsere Wanderung auf den Mulanje, der mit einer Höhe von 3100 m den höchsten Berg Malawis bildet. Der Weg zu dessen Spitze war anstrengend und kräftezehrend aber hat sich für die atemberaubende Aussicht mehr als gelohnt. Davon angetrieben, wanderte ich letztes Wochenende mit einer anderen Gruppe auf den wesentlich kleineren Nkhoma Mountain, übernachtete dort und bestaunte am nächsten Morgen den Sonnenaufgang.

20170528_062439

Mount Mulanje

20170603_060819

Nkhoma Mountain

Sonntagabend wurde ich von meinem Arbeitskollegen Christopher zu sich und seiner Familie eingeladen und lernte typische malawische Gerichte zu kochen. Dazu zählt das aus Maismehl hergestellte Leibgericht fast aller Malawier Nsima, der Fisch Chambo aus dem Malawi See und Gemüse wie Okra und Kürbisblätter. Wir aßen wie hier üblich mit den Händen und saßen auf dem Boden. Auch ich möchte ihnen als Gegenzug schon bald einen Einblick in die deutsche Küche gewähren.

Die Arbeit an der Tankstelle geht langsam voran, da wir auf Rückmeldungen und grünes Licht von der Verwaltungsleitung angewiesen sind. Wir werteten bereits die von unseren Kunden beantworteten Feedbackbögen aus und konnten einige Verbesserungsmaßnahmen theoretisch verfassen aber leider praktisch noch nicht umsetzen. Zudem wurde eine Ölbestellung nicht rechtzeitig aufgegeben, sodass wir heute zum zweiten Tag kein Benzin verkaufen konnten und warten noch immer auf einen Generator, der uns einen Verkauf bei während den hier häufig vorkommenden Stromausfällen ermöglicht. Trotz alledem kann ich hier relativ frei hantieren und habe Freude an der Zusammenarbeit mit dem Personal des Nkhoma Hospitals und vor allem mit dem der Tankstelle.

Kategorien: Malawi | Schlagwörter: , | Ein Kommentar

Meine Arbeit in Nkhoma

Am 8. Mai hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Als Studentin des Studienganges Dienstleistungsmanagement für Non-Profit-Organisationen an der DHBW werde ich in dem halben Jahr meines Aufenthaltes in der Verwaltung des Nkhoma Krankenhauses tätig sein. Pünktlich um 8 Uhr fand ich mich also vor dem Büro der Verwaltungsleitung Brenda vor, die allerdings, wie ich nach einer halben Stunde erfuhr, heute nicht zur Arbeit kommen wird. Willkommen in Malawi und damit tschüss zur deutschen strukturierten Arbeitswelt und Pünktlichkeit. Dr. Morton erzählte mir im weiteren Verlauf des Tages von dem Nkhoma Hospital und den vier Bereichen, über die es neben den geringen Einnahmen von Patienten für deren Behandlungen finanziert wird: dem Gästehaus, der Küche, dem Universitätsbereich sowie einer Tankstelle, die erst heute in Betrieb genommen wurde. In den nächsten Monaten soll ich die Tankstelle kennen lernen und mich und meine Kenntnisse verstärkt darin einbringen.
Nachdem der IT-Mitarbeiter James meinen Laptop eingerichtet hat, erstellte Christopher, der Supervisor der Tankstelle mit dem ich in nächster Zeit eng zusammen arbeiten werde, gemeinsam mit mir eine Excel-Tabelle, bei der ich mein EDV-Wissen einfließen lassen konnte. Christopher erklärte mir mit viel Geduld das genaue Vorgehen, da ich noch nie zuvor in einer Tankstelle gearbeitet geschweige denn eine dafür notwendige Tabelle erstellt habe. Der erste Arbeitstag war zwar ziemlich unstrukturiert und unkoordiniert doch trotz allem sind die Menschen hier sehr freundlich und nett. Insbesondere ihre Chitenjes, das sind bunten Tücher in allen möglichen Farben und Mustern die als Röcke und Kleider getragen oder zu Rucksäcken und Babytragetaschen umfunktioniert werden, haben es mir angetan. Nach der Arbeit machte ich einen Abstecher auf dem Markt und brachte einige Brocken der malawischen Sprache Chichewa zustande. Im Gästehaus gibt es die Möglichkeit für 1000 MK, das entspricht 1,23 €, unter der Woche ein gekochtes Abendessen zu bekommen und den Abend bei netten Gesprächen und Karten- oder Brettspielen gemeinsam ausklingen zu lassen.
Christopher und ich lernten uns in der ersten Woche näher kennen und mögen. Wir sprachen viel über kulturelle Unterschiede und seinen Wunsch, in Deutschland Marketing zu studieren. Wir entwickelten einige Marketingmaßnahmen und stellten diese sowie die Excel-Tabelle Brenda, die erst am Mittwoch kam, vor. Glücklicherweise war sie sehr begeistert und so machten wir uns an die Umsetzung unserer Konzepte.
Kategorien: Malawi | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

Aufbruch zu meinem Auslandssemester in Malawi

Am Sonntag den 7. Mai kam ich nach 14 Stunden inklusive Umstieg in Johannesburg endlich in Lilongwe, Malawi an. Vom Flughafen wurde ich von Esther, einer Krankenschwester des Nkhoma Hospitals abgeholt und zum Gästehaus gefahren, wo ich den ersten Monat wohnen werde.

Esther und ich am Flughafen in Lilongwe

Esther und ich am Flughafen in Lilongwe

Dort angekommen nahm mich Heather, die Guesthouse-Mama, in Empfang und führte mich durch das gemütliche und traditionell afrikanisch eingerichtete Gebäude, das von Bäumen und Sträuchern umringt ist. Hier fühlte ich mich von Anfang an wohl. Mein Zimmer teile ich mit drei Niederländerinnen, die eine Ausbildung zur Krankenschwester machen. Bei dem sonntäglichen Nachmittagstee lernte ich die weiteren Bewohner aus Kanada, England und Südafrika kennen. Vor allen Fenstern und über allen Betten sind zum Schutz vor Malaria Moskitonetze gespannt, sodass ich die erste Nacht trotz Surren beruhigt schlafen konnte.

Gästehaus

Das Gästehaus

Kategorien: Malawi | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

von Nkhoma nach Ntchisi

Der Sonntag ging früh los. Um 7.30 Uhr saßen wir beim englischsprachigen Gottesdienst in der Kirche. Draußen regnete es in Strömen. Der Pfarrer begrüßte die Gemeinde mit „Hello church“. Denisa und Bernhard, zwei der Studierenden, sangen im Kirchenchor mit. Überhaupt war der Gottesdienst sehr musikalisch, insgesamt sangen vier Chöre. Weil ich zum ersten Mal hier im Gottesdienst war, durfte ich nach vorne kommen und wurde vom Pfarrer und den Besuchern aus der ersten Reihe mit Handschlag begrüßt. Pünktlich zum Ende des Gottesdienstes hatte es aufgehört zu regnen, so dass Beate und ich bergauf in Richtung Nkhoma Mountain spazieren konnten. Es war schwül-heiß, die Sonne brannte.P1050730Kaum hatten wir das Dorf hinter uns gelassen, wurde die Schar der Kinder um uns herum immer größer. Jungen, die Ziegen hüteten und Mädchen, die eigentlich zum Wasser holen geschickt worden waren, begleiteten uns. Rechts des schmalen Pfades war Gestrüpp, in dem Ziegen weideten, links zogen sich Maisfelder den Hang hinauf, in denen immer mal wieder kleine runde Hütten standen. P1060558Manche Hütten sind so klein, dass man sich kaum vorstellen kann, wie eine ganze Familie darin Platz finden soll. Einer der Jungen erzählte uns, er wohne dort mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder. Klar spielt sich das Leben hier überwiegend im Freien ab, in der Regenzeit kann es aber durchaus auch mal stundenlang sehr heftig regnen, wie wir an diesem Morgen selbst erlebt hatten.

Wir hatten viel Spaß mit den Kindern, pfiffen auf Grashalmen – wobei in Malawi eine andere Technik angewendet wird, als die mir aus Deutschland bekannte. Die Kinder wollten immer wieder fotografiert werden und auch kleine Filmchen begeisterten alle. Zurück in Nkhoma hatte Esther ein leckeres Mittagessen für uns gekocht. Es gab gelben Reis, dicke Bohnen in Soße, Hühnchen und grüne Bohnen mit Karotten.

DSC_1500Um 13 Uhr holte uns dann Patrick, der Fahrer des Hospitals mit einem Geländewagen ab. Neben Beate und mir fanden Esther und die fünf Studierenden Denisa, Bernhard, Pablo, Rebekka und Simona Platz im Auto. In Lilongwe sollte noch Martin Thondolo, der Koordinator der ASSET-Projekte zusteigen. Gemeinsam fuhren wir nach Ntchisi, das etwa drei Stunden nördlich von Nkhoma liegt, um die dortigen Projekte zu besuchen. Unterwegs kamen uns immer wieder Autos entgegen, an deren Außenspiegeln Fische hingen. Einleuchtende Erklärung: Wenn man Fische vom Lake Malawi im Auto in die Stadt transportiert, dann stinkt das. DSC_1502Hinter Lilongwe verkauften Menschen Körbe mit schwarzem Inhalt. Ich hielt das anfangs für Bohnen, wurde aber eines besseren belehrt: es waren große Ameisen. In der Pfanne getrocknet und leicht gesalzen sind sie laut unseren malawischen Begleitern ein sehr leckerer Snack.

Am frühen Abend in Ntchisi angekommen wurden wir zur Tuneza Lodge gebracht, unserer Unterkunft für die nächsten drei Tage. Kurios war hier die Nummerierung der Zimmer. Scheinbar willkürlich waren die Nummern vergeben worden, die Nummer 18 lag neben der 86, dann folgte die 92. Als wir ankamen, war Stromausfall, was häufiger vorkommt in Malawi. Was klang wie ein rauschender Bach in der Nähe stellte sich als Regen heraus, der wenig später auch unsere Lodge erreicht hatte. Am nächsten Tag würden wir auf unbefestigten Straßen in einige abgelegenen Dörfern fahren. Wir waren alle sehr gespannt, wie diese Pisten nach dem heftigen Regen des heutigen Tages aussehen würden.

Kategorien: Malawi | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Malawi – „The warm heart of Africa“

 

p1060562-e1490258280970.jpgGemeinsam mit meiner für die Projekte in Malawi zuständigen Kollegin Dr. Beate Jakob und fünf Medizinstudierenden von StuDifäm aus Tübingen bin ich in Malawi unterwegs. Wir besuchen im Ntchisi District und rund um den Ort Nkhoma Kliniken, Gesundheitszentren, Village Clinics und Dörfer, die eine Verbindung haben zu den ASSET-Projekten (Anerkennen, Stimulieren, Stärken, Einbeziehen, Transformieren). Entdecken Sie mit uns das „warme Herz Afrikas“.
Um vom Süden Deutschlands nach Malawi zu kommen ist man einen ganzen Tag unterwegs. Schon bei den Sicherheitshinweisen im Flugzeug merkt man, dass der Flug nach Afrika geht: unmissverständlich ist der Hinweis, dass man sich im Flugzeug auf gar keinen Fall in den Gang legen darf. Wie sich während der Reise zeigen sollte, finden Menschen in Afrika wirklich überall ein Plätzchen zum Schlafen.

Fliegt man von Südafrika auf die malawische Hauptstadt Lilongwe zu, fällt einem auf, dass das kleine Land sehr dicht besiedelt ist. Von oben wirkt es, als sei wirklich jeder Quadratmeter landwirtschaftlich genutzt. Immer wieder sieht man kleine Hütten oder Dörfer inmitten der Felder. Was auch auffällt ist, dass es in Malawi eigentlich keinen Wald gibt und überhaupt sehr wenige Bäume wachsen. Auf der gut einstündigen Fahrt vom Flughafen Lilongwe Richtung Süden in den Ort Nkhoma passiert man unzählige Menschen, die am Straßenrand Holzkohle oder Brennholz verkaufen oder dieses auf abenteuerlich beladenen Fahrrädern oder auf dem Kopf transportieren. Und man fährt an riesigen Transparenten vorbei, auf denen Präsident Mutharika dazu aufruft, jeder Einwohner Malawis möge pro Jahr mindestens einen Baum pflanzen. Jetzt in der Regenzeit ist alles sehr grün und fruchtbar, es braucht aber nicht viel Phantasie, sich vorzustellen, wie das Land aussieht, wenn die Ernte vorüber und die Landschaft sich während der Trockenzeit in eine staubige Einöde ohne Schatten spendende Bäume verwandelt.P1070195 Weiterlesen

Kategorien: Malawi | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Zurück

Ute und ich sind nun wieder gut in Deutschland angekommen. Es war eine gute Reise, die Evaluation verlief nach Plan und wir sind mit unseren Ergebnissen zufrieden. Es war beeindruckend zu sehen wie das Projekt funktioniert, wie viele Leute davon profitieren, ob direkt durch die verbesserte Gesundheitsversorgung, die Sensibilisierung ganzer Dörfer zu Gesundheitsthemen oder die Möglichkeiten für die Mitarbeitenden, sich weiterzubilden. Wir sind überzeugt, dass das Projekt auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit von Müttern und Kindern im Süden des Tschads beitragen wird.

Ute und ich möchten uns hier auch noch bei Ihnen und Euch für das Interesse an unserem Blog bedanken und für die Rückmeldungen, die wir erhalten haben.

Zum Abschluss gibt es hier noch ein kurzes Video von Difäm-Partner Brot für die Welt über Dr. Djekadoum N’Dilta, Leiter des Krankenhauses in Koyom und unser Ansprechpartner vor Ort.

Kategorien: Tschad | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Richtung Heimat

Der letzte Tag beginnt. Wir sind noch in Koyom. Morgens wollen wir uns noch das Krankenhaus genauer anschauen und dann zurück in die Hauptstadt fahren, um abends zurückzufliegen.

dscf6434

Tuberkulosepatient

Wir nehmen an der Morgenandacht teil, dann besuchen wir die Stationen des Krankenhauses. Es gibt die Geburtshilfe, einen Tuberkulosetrakt, die Chirurgie mit zwei Operationssälen sowie die Apotheke und das Labor. Ich interessiere mich für die Chirurgie und darf eine kleine Weile bei einer OP zuschauen. Operiert wird an diesem Morgen von zwei Krankenpflegern, da die Ärzte zu viel anderes zu tun haben.dscf6479

Vor dem Operationssaal warten weitere Patienten, die an dem Tag operiert werden sollen. Alle haben Pappkartons dabei, die neben ihnen stehen. Sie müssen zwar für die Operation nichts bezahlen, jedoch alle Verbrauchsmaterialien und Medikamente dafür selbst kaufen und mitbringen. Mit den Kisten sieht es hier eher nach einem Warteraum am Busbahnhof aus, als nach der Chirurgie eines Krankenhauses.dscf6415

Vor der Apotheke stehen Patienten in einer langen Schlange. Hier kaufen sie jeden Morgen ihre Medikamente.

dscf6455

Apotheke

Im Schatten der Bäume auf dem Gelände des Krankenhauses sitzen und liegen die Angehörigen der Patienten auf Strohmatten. Sie warten auf die Genesung, tage- aber auch wochenlang, und bekochen ihre Angehörigen, da es keine Krankenhauskantine gibt.dscf6432

Ute und ich verabschieden uns von den Mitarbeitenden und bedanken uns für die Gastfreundlichkeit und das Engagement im Projekt. Wir brechen auf, zurück Richtung Hauptstadt. Um einen platten Reifen kommen wir auch dieses Mal leider nicht herum. Aber wir kommen rechtzeitig an. Es reicht noch für ein gemeinsames Abendessen mit unserem Fahrer, wie immer hauptsächlich gegrilltes Fleisch. Dann ab zum Flughafen. Dieser wurde kürzlich renoviert – und nach dem einchecken ist man in einer anderen Welt. Alles ist weiß gestrichen, einigermaßen sauber und hell, und der Warteraum ist auf gefühlte Minusgrade heruntergekühlt. Nach schon wenigen Minuten wirken die letzten Tage sehr weit entfernt.

Kategorien: Tschad | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Unterricht

Unser vorletzter Tag beginnt. Heute werden wir drei Animateure bei ihrer Arbeit begleiten. Mich interessiert, wie sie genau arbeiten, sie in Aktion zu erleben, wenn sie zusammen mit den Hebammen in die Dörfer fahren und die Menschen zu verschiedenen Themen aufklären. Im Mittelpunkt steht die Gesundheit während der Schwangerschaft, aber auch allgemeine Hygiene, Prävention von HIV und Tuberkulose und die Familienplanung werden angesprochen. Ihre drei Veranstaltungen stellen sich als sehr unterschiedlich heraus.dscf6208

Das erste Treffen findet in einer Kirche statt, nach und nach finden sich um die fünfzig Frauen mit vielen Kindern ein. Der Animateur klärt auf zum Thema Hygiene, mithilfe eines bebilderten DIN-A4 Heftes. Er steht meist vorne, klarer Frontalunterricht, für Fragen gibt es erst am Ende Zeit. Die Hilfshebamme und ein Krankpfleger sind auch mit dabei, sie führen am Ende noch Untersuchungen durch und impfen die Frauen.

dscf6266

Hebamme bei der Untersuchung

dscf6251

Bereit zum impfen?

Die zweite Veranstaltung findet in einem anderen Dorf findet auf dem Dorfplatz statt, direkt neben dem Markt. Als wir ankommen, sehen wir schon eine große Gruppe von Leuten, sicher über hundert. dscf6286Es ist eine riesige HIFI-Anlage aufgebaut, es läuft ohrenbetäubend laut Musik, wir werden begrüßt und vorgestellt. Die Sensibilisierung findet hier in mehreren Sprachen statt, über Mikrofone, alles ist sehr laut und für die Zuhörer sichtlich unterhaltend. Hier sind auch Männer und ältere Kinder, die dem Animateur zuhören.

Die letzte Veranstaltung ist in einem sehr kleinen Dorf. Wir fahren eine halbe Stunde einem Trampelpfad nach, um es zu erreichen.

dscf6347

Unterwegs zur letzten Station

In der Mitte des Dorfes wächst ein großer Baum, darunter ist das ganze Dorf versammelt. Es ist schon Nachmittag, der Animateur ist fertig mit seinem Vortrag, aber alle sind geblieben, um uns zu sehen und zu begrüßen. Hier habe ich den Eindruck, dass die Botschaft des Animateurs wirklich alle erreicht.dscf6368

Kategorien: Tschad | Schlagwörter: , , , | Ein Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.