Beiträge mit dem Schlagwort: Krankenhaus

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Ute und ich sind nun wieder gut in Deutschland angekommen. Es war eine gute Reise, die Evaluation verlief nach Plan und wir sind mit unseren Ergebnissen zufrieden. Es war beeindruckend zu sehen wie das Projekt funktioniert, wie viele Leute davon profitieren, ob direkt durch die verbesserte Gesundheitsversorgung, die Sensibilisierung ganzer Dörfer zu Gesundheitsthemen oder die Möglichkeiten für die Mitarbeitenden, sich weiterzubilden. Wir sind überzeugt, dass das Projekt auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit von Müttern und Kindern im Süden des Tschads beitragen wird.

Ute und ich möchten uns hier auch noch bei Ihnen und Euch für das Interesse an unserem Blog bedanken und für die Rückmeldungen, die wir erhalten haben.

Zum Abschluss gibt es hier noch ein kurzes Video von Difäm-Partner Brot für die Welt über Dr. Djekadoum N’Dilta, Leiter des Krankenhauses in Koyom und unser Ansprechpartner vor Ort.

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Richtung Heimat

Der letzte Tag beginnt. Wir sind noch in Koyom. Morgens wollen wir uns noch das Krankenhaus genauer anschauen und dann zurück in die Hauptstadt fahren, um abends zurückzufliegen.

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Tuberkulosepatient

Wir nehmen an der Morgenandacht teil, dann besuchen wir die Stationen des Krankenhauses. Es gibt die Geburtshilfe, einen Tuberkulosetrakt, die Chirurgie mit zwei Operationssälen sowie die Apotheke und das Labor. Ich interessiere mich für die Chirurgie und darf eine kleine Weile bei einer OP zuschauen. Operiert wird an diesem Morgen von zwei Krankenpflegern, da die Ärzte zu viel anderes zu tun haben.dscf6479

Vor dem Operationssaal warten weitere Patienten, die an dem Tag operiert werden sollen. Alle haben Pappkartons dabei, die neben ihnen stehen. Sie müssen zwar für die Operation nichts bezahlen, jedoch alle Verbrauchsmaterialien und Medikamente dafür selbst kaufen und mitbringen. Mit den Kisten sieht es hier eher nach einem Warteraum am Busbahnhof aus, als nach der Chirurgie eines Krankenhauses.dscf6415

Vor der Apotheke stehen Patienten in einer langen Schlange. Hier kaufen sie jeden Morgen ihre Medikamente.

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Apotheke

Im Schatten der Bäume auf dem Gelände des Krankenhauses sitzen und liegen die Angehörigen der Patienten auf Strohmatten. Sie warten auf die Genesung, tage- aber auch wochenlang, und bekochen ihre Angehörigen, da es keine Krankenhauskantine gibt.dscf6432

Ute und ich verabschieden uns von den Mitarbeitenden und bedanken uns für die Gastfreundlichkeit und das Engagement im Projekt. Wir brechen auf, zurück Richtung Hauptstadt. Um einen platten Reifen kommen wir auch dieses Mal leider nicht herum. Aber wir kommen rechtzeitig an. Es reicht noch für ein gemeinsames Abendessen mit unserem Fahrer, wie immer hauptsächlich gegrilltes Fleisch. Dann ab zum Flughafen. Dieser wurde kürzlich renoviert – und nach dem einchecken ist man in einer anderen Welt. Alles ist weiß gestrichen, einigermaßen sauber und hell, und der Warteraum ist auf gefühlte Minusgrade heruntergekühlt. Nach schon wenigen Minuten wirken die letzten Tage sehr weit entfernt.

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Workshop in Koyom

dscf5579Ich wache früh auf in Koyom, einmal wegen der Hitze, andererseits wegen dem Gegackere der Perlhühner, die vor meinem Zimmer umher stolzieren. Nach dem Frühstück, bestehend aus einem Hühnchen und etwas frittiertem Brot, machen wir uns auf zum Evangelischen Krankenhaus Koyom. Koyom selber ist eigentlich ein Dorf mit etwas mehr als 10.000 Einwohnern, besitzt aber ein Krankenhaus mit 100 Betten (Zum Vergleich, unsere Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen hat 90 Betten).

Das Krankenhaus wurde von der Evangelischen Mission im Tschad ( EMT – Hospital Koyom) mit aufgebaut und steht seit 2002 unter der Leitung des tschadischen Arztes, Dr. Djekadoum N´Dilta Osée, der auch ein Partner des Difäm ist. Er führt uns in einem ersten Gespräch in das Projekt vor Ort ein und stellt uns Hebamme Rosalie vor, die für die  Koordination unseres Projektes in Koyom zuständig ist.

Jedes halbe Jahr findet ein Treffen in Koyom statt, bei dem alle Animateure, Matrones und Krankenpfleger der Gesundheitseinrichtungen, die an unserem Projekt teilhaben, zusammen kommen. Es werden die Fallzahlen des letzten Halbjahres durchgesprochen und organisatorische Fragen geklärt. Danach sind Ute und ich an der Reihe. Wir haben einen kleinen Workshop geplant und teilen die Anwesenden in Gruppen auf. In den Gruppen besprechen wir dann die Stärken und Schwächen des Projektes. Es gibt eine Präsentationsrunde, alle Ergebnisse werden noch einmal vorgestellt und mit allen Teilnehmenden diskutiert. Das Personal empfindet das Projekt als sehr hilfreich und arbeitet gerne mit. Sie schätzen es sehr, dass Sie vom Difäm die Möglichkeit der Weiterbildung im Gesundheitsbereich zu Schwangerschaft und Geburt bekommen haben.

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Krankenpfleger beim Vorbereiten

Die Probleme werden auch deutlich. Für die Animateure und Hilfshebammen sind die Distanzen in die Dörfer groß, es ist anstrengend in der großen Hitze mit dem Fahrrad oder in der Regenzeit durch die überlaufenden Flüsse alle zu erreichen. Die Krankenpfleger berichten uns von der oft mangelnden Versorgung mit Medikamenten oder kaputter Untersuchungsausrüstung.

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Animateure beim Workshop

Die nächsten Tage werden wir einige Einrichtungen besuchen, um uns direkt ein Bild zu verschaffen. Wir wollen auch vor Ort mit Schwangeren sprechen, um von ihnen einen Eindruck der Situation zu gewinnen.

Am späten Nachmittag essen wir alle zusammen, dann macht sich jeder auf den Heimweg. Ich spaziere noch etwas am Fluss von Koyom entlang und durch das Dorf zurück, bevor es dunkel wird.

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Unser Nachbarhaus in Koyom

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Sonnenuntergang am Logone-Fluss

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Aufbau von Gesundheitseinrichtungen

Donnerstag, 14. August 2015 – Das „Centre Hospitalier Kakwende“ liegt rund 70 Kilometer von Bukavu entfernt. Das Krankenhaus wird von der Kirche 5é CELPA getragen, eine Mitgliedskirche der Eglise du Christ au Congo (ECC). Es wurde vor 50 Jahren durch eine norwegische Mission erbaut und von dort aus lange unterstützt. Wir sind auf dem Weg nach Kakwende, um die Fortschritte der Renovierungsarbeiten am Krankenhaus Kakwende und am nahegelegenen Gesundheitszentrum Burhuza zu überprüfen. Der Bau wird von unseren Partnern im Koordinationsbüro der medizinischen Arbeit der evangelischen Kirchen geleitet.

Reisfeld

Die Region Süd-Kivu ist sehr fruchtbar

In der Stadt begegnen uns die Land Rover bekannter Nichtregierungsorganisationen wie Caritas International, Ärzte ohne Grenzen, World Food Programm, Oxfam, Unicef, Rotes Kreuz und sogar WWF. Dann fahren wir raus aus der Stadt. Auf löchrigen und staubigen Wegen fahren wir etwa drei Stunden. Vorbei an Tee- und Bananenplantagen, Reisfeldern und durch  kleine Dörfer. Schwer beladene kommen Frauen kommen uns von den Feldern oder einem Markt entgegen. Sie balancieren Brennhölzer, gelbe Wasserkanister oder Säcke voll mit Maniok oder Reis auf dem Rücken oder dem Kopf. Wir passieren drei Straßensperren, an denen ich schnell meine Kamera verstecke. Fotografieren ist in der DR Kongo nur mit Akkreditierung und offizieller Genehmigung erlaubt. Auf der Straße kann es passieren, dass einem Soldaten, Paramilitärs, Polizisten, Security-Mitarbeiter oder Passanten, die sich als erstere ausgeben, die Kamera bestenfalls abnehmen und Strafgeld kassieren.

Im Einzugsbereich des 60-Betten-Krankenhauses in Kakwende leben fast 60.000 Menschen. 30 Mitarbeitende kümmern sich um die Patienten. Ein Schwerpunkt im Krankenhaus ist die Geburtshilfe: Pro Monat gibt es etwa 110 Geburten, 30 davon per Kaiserschnitt. Trotzdem hat das Krankenhaus nur ein altes Entbindungsbett.

Maternity Waiting Home

Im Maternity Waiting Home, ein Wartehaus für Schwangere am Krankenhaus von Kakwende, warten derzeit 41 Frauen auf die Geburt.

Um zur Entbindung ins Krankenhaus zu kommen, müssen viele hochschwangere Frauen lange Fußmärsche über unwegsames Gelände auf sich nehmen- Deshalb gibt es hier ein „Maternity Waiting Home“. Hier können die Frauen kurz vor dem Geburtstermin kommen und das Einsetzen der Geburt abzuwarten.

Bei der offiziellen Einweihung lernen wir auch ein Missionarsehepaar aus Norwegen kennen, die mit der 5è CELPA zusammen arbeiten. Dr. Jean-Claude Nabagere, medizinischer Koordinator dieser Kirche, führt uns nach der feierlichen Zeremonie gemeinsam durch den neuen Anbau: Ein Röntgen- und ein Aufwachraum nach Operationen. Nun fehlen nur noch die Einrichtungsgegenstände.

Krankenhaus

Eins der neuen Gebäude im Gesundheitszentrum, das mit der Unterstützung des Difäm fertig gestellt wurde

„Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung für diese Welt.“ – Aus Kamerun

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