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Reiseapotheke für alle Fälle

Ich packe meinen Koffer und nehme mit… Die Hälfte meines Gepäcks füllen sonderbarerweise diverse Medikamente. Aber viele Gesundheitseinrichtungen im Ost-Kongo sind zerstört und noch nicht wieder aufgebaut oder schlecht ausgestattet. Häufig fehlen notwendige Medikamente und Verbrauchsmaterialien. Daher habe ich meine Reiseapotheke mit Tabletten gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit, Malariaprophylaxe, Schmerzmitteln und einem riesen Vorrat an Elektrolytlösungen vorsorglich bei unserer Difäm-Arzneimittelhilfe bestellt. Für ausreisende Fachkräfte sind diese standardisierten Haus- und Reiseapotheken eine gute Ausrüstung und eine rasche Hilfe bei gesundheitlichen Notlagen. Hoffen wir dennoch, dass sich das Krankheitsrisiko während unserer zehn Reisetage minimal hält.

Medizinische Instrumente

Zum Glück passen noch einige Mitbringsel und Gastgeschenke neben die Medikamente, wie französischsprachige Lektüre, Kalender und Malariamittel für einen befreundeten deutschen Arzt, der im Ost-Kongo lebt und arbeitet.

Bleibt jetzt nur noch die Frage, ob Gabi Hettler und ich die 8,4 kg schweren chirurgischen Instrumente mit durch den Zoll bekommen. Sie wurden uns übergeben für den weiteren Einsatz im Panzi-Krankenhaus, in dem der Gynäkologe Denis Mukwege Opfer sexueller Gewalt medizinisch versorgt.

Ich reise das erste Mal in die Demokratische Republik Kongo. Meine Aufgabe ist es, die Arbeit der Difäm-Gesundheitsreferenten und die Projekte fotografisch, filmisch und textlich zu dokumentieren. Für unsere Handy-Aktion werde ich versuchen, Interviews mit Jugendlichen zu führen und sie zu ihren Handy-Gewohnheiten befragen. Ich bin gespannt auf die Menschen, die fremde Kultur und das Land. Und ich bin froh und dankbar, meine Kollegin Gabi Hettler dabei an meiner Seite zu haben.

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Vorbereitungen für die Kongo-Reise

Die Demokratische Republik Kongo liegt mitten im Herzen Afrikas. Es grenzt unter anderem an die Zentralafrikanische Republik, den Südsudan, Ruanda, Burundi Angola und die Republik Kongo. Fast ganz Europa passt in das riesige Land, das zu großen Teilen von Regenwald bedeckt ist. Der Kongo wird häufig als reiches und zugleich armes Land bezeichnet: Vor allem der Osten des Landes ist reich an Bodenschätzen, wie Gold, Diamanten und Coltan. Dennoch zählt der Kongo, laut des Human Development Index der Vereinten Nationen, zu den ärmsten Ländern der Welt – bedingt durch jahrzehntelange Ausbeutung, Korruption und jahrelange Kriege.

Gabi Hettler (Foto l.), Gesundheitsreferentin des Difäm, und ich, Anna Buck (Foto r.), Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sind in den letzten Vorbereitungen für unsere Reise in den Kongo. Das einzige, was noch fehlt, ist das Visum. Aufgrund einiger Änderungen im Antragsverfahren durch die kongolesische Botschaft dauert die Bereitstellung wohl noch etwas länger. Aber es verbleiben ja noch zwei Tage zum Abflug.

Am Freitag werden wir dann hoffentlich mit dem Flieger nach Ruanda und von dort aus in die bergige Provinz Süd-Kivu im Ost-Kongo reisen. In der Grenzstadt Bukavu und in der näheren Umgebung rund um den Kivu-See sind wir unterwegs, um uns einen Überblick über den Fortschritt einiger Gesundheitsprojekte des Difäm und seiner Projektpartner vor Ort zu verschaffen. Dabei steht auch der Besuch bei dem Alternativen Nobelpreisträger Dr. Denis Mukwege im Panzi-Krankenhaus auf dem Programm.

Gabi und Anna

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